Die Bundesregierung hat gerade ein 78 Seiten langes Strategiepapier zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) verabschiedet. Auch sonst schmücken sich gerade viele Anwendungen, Start-ups und Unternehmen mit dem Stempel KI. Das Thema ist eben angesagt und bringt Aufmerksamkeit.
Die inflationäre Verwendung des Begriffs führt allerdings auch zu Verwirrung. Denn was ist nun gemeint, wenn von Künstlicher Intelligenz die Rede ist? Und steckt hinter einer Anwendung tatsächlich Künstliche Intelligenz, also ein Algorithmus, der große Mengen von Daten analysiert, darin nach Mustern sucht und auf Basis dieser Muster Vorhersagen trifft?
Eine Journalistin vom MIT Technology Review hat nun freundlicherweise ein Flussdiagramm gezeichnet, das auf die Rückseite eines Briefumschlags passt. Anhand einiger simpler Fragen kann damit jede*r feststellen, ob es sich tatsächlich um etwas handelt, das den Stempel Künstliche Intelligenz verdient oder ob sich bloß jemand mit einem Buzzword schmücken will. Auszüge: Kann die Anwendung sehen, aber darin nichts erkennen? Dann ist es wohl einfach eine Kamera. Liest sie mit, was man schreibt, gibt darauf aber keine sinnvollen Antworten? Dann handelt es sich um schnöde Textverarbeitung. So simpel, so nützlich.
